Blau Weisse Nacht

Nicht von dieser Welt!!! Weltklasse Programm und weltklasse Party bei der 32. Blau-Weißen Nacht

Attelns Narren sind in diesem Jahr nicht von dieser Welt. Ihre 32. Blau-Weiße Nacht war aber weltklasse! Mehr als 120 Aktive liefern ein bombastisches Programm ab und feiern anschließend mit unzähligen jecken Gästen eine fette Karnevalsparty in der Altenauhalle.

Sie kamen wieder in Strömen: die Feen, die Bayern, die Seifenblasenflaschen. Zwei Wochen bevor die Hochburgen am Rhein Kopf stehen, war Atteln für eine Nacht der karnevalistische Nabel der Welt. Doch auch die wildesten Karnevalisten müssen sich erstmal warmschunkeln.

Da kamen die „Bündelbuam“ also gerade wieder recht. Mit Pauken und Trompeten sowie einigen Klassikern aus Köln und Düsseldorf sorgten sie schon mal für erste Karnevalsklänge im Dreivierteltakt. Da konnte die Show also starten: Licht aus, Spot an und ab dafür! Rüdiger Düchting glänzte nicht nur dank seines Anzugs im Scheinwerferlicht, sondern auch mit den passenden Moderationen für einen bunten Abend. Unterstützung bekam er von seinem neuen Kollegen: Constantin Homann schmiss sich in den Superman-Anzug und leistete Schützenhilfe am Mikro.

Sein Anzug passte hervorragend ins neue Bühnenbild. Dafür hatten nämlich Daniel Husemann und Marius Keuter in vielen Stunden zuvor den Pinsel gezückt. Und so gesellten sich fiktive TV-Größen wie Bart Simspon und Mainzelmännchen Det ins Attelner Karnevalstollhaus. Sie machten da oben auf der Bühne ein gutes Bild, waren sie doch auch in bester Gesellschaft. Denn im Elferrat nahmen die Mitglieder aus DLRG und Naturbad-Verein ihren Platz ein – aufgetaucht aus der Unterwasserwelt, aus Australien, dem Weltall oder diversen Märchen.

„1000 Träume weit“ heißt es sonst nur beim Männerballettwettbewerb. In diesem Jahr peppten die Blau-Weißen Funken den Hit von Anna-Maria Zimmermann ein wenig auf und lieferten so den idealen Auftakt zur 32. Blau-Weißen Nacht.

Enzo Stockmar, Alexander Pietsch, André Rosenkranz, Stefan Möhring und Constantin Homann machten es sich gleich mehrmals im Klappbett auf der Bühne gemütlich. Als „SektchUp“ einst im Fernsehen lief, waren die meisten Darsteller noch gar nicht geboren. Die Sketch-Klassiker rund um die reichlich skurrilen Ehe-Probleme zündeten aber auch gleich mehrfach in der Altenauhalle.

Das galt auch für die Pointen von Conrad Bauer: Er kam als Außerirdischer von einem anderen Planeten und hatte somit den perfekten Überblick auf das ganze Dilemma dieser Erde. Genug Nahrung also für seine Bütt und viele Seitenhiebe auf Attelner, Husener und Politiker!

Eine Blau-Weiße Nacht ohne „die Muttis“ ist inzwischen auch unvorstellbar geworden. Sie kamen aus allerlei Berufen auf die Bühne, wurden immer mehr und ihre Performance immer verzwickter. Doch mit Geschick und einigen gekonnten Ausweichmanövern wurde ihr lustiges „Was bin ich?“ zur gekonnten Gymnastik-Einlage.

Die Kassen klingelten anschließend dank zweier geschickter Verkäufer: Daniel Amedick und Stephan Buchmann starteten ein wahres Verkaufsfeuerwerk mit holländischer Geschmacksnote. Egal ob praktische Obst-Träger im Modell „Mathilde“ oder die neueste „Trumpete“ aus den USA – kann man alles auf diversen Attelner Festen sehr gut gebrauchen.

Und dann wurde ordentlich getanzt! Pina Colada (ver)führte die Narren aus Atteln in eine ganz andere Welt: Und zwar in den Orient zum Flaschengeist aus 1001 Nacht. Samt Kamel und Wunderlampe wurde aus der Altenauhalle eine Wüste mit faszinierendem Tanz.

Sie konnten sich ihren Auftritt in Atteln gerade so einrichten. Für die Blau-Weiße Nacht hatten sie sich aber auch ein ganz besonderes Repertoire ausgesucht: Montserrat Caballé und Luciano Pavarotti (Susanne Pietsch und Anke Keuter) schmetterten klassische Opernklänge mit schlüpfrigen Texten durch die Altenauhalle und dem Narrenvolk gefiel das sehr!

Mit dem Vogel schießt man in Atteln seit ein paar Jahren auch die Eintrittskarte für die Blau-Weiße Nacht ab. So hüllte sich der amtierende Hofstaat ganz in Schwarz und auch die Halle wurde komplett finster. Dafür war der Auftritt danach umso brillanter: Mit Schwarzlicht, pinken Klebestreifen und wilden Bewegungen machten Kempi, Christina und Co. richtig Party!

Definitiv nicht von dieser Welt waren Hot Breeze. Sie packten die 90er-Musik aus, animierten alle Jecken zum Mittanzen und lieferten einen Wahnsinnsauftritt ab! Die kleinen Satteliten schwirrten durch die Halle und alle hatten Spaß!

Beim Bilderrätsel fühlte sich sicher auch manch Attelner in eine andere Welt versetzt, als er sich auf der Leinwand in längst vergangenen Zeiten wiedersah. Anschließend gab es dann aber tatsächlich Besuch aus einer anderen Galaxie. The Temptations brachten nämlich die neueste Episode der „Star-Wars“-Saga auf die Bühne und begeisterten mit ihrem Tanz.

Für Außenstehende mögen Schützenfest und Oktoberfest Anlässe aus ganz anderen Welten sein. Das sehen die Beteiligten freilich anders und so machten sich die Stoppelhopser auf zur Völkerverständigung! Wann, wenn nicht an Karneval? Das Attelner Männerballett kombinierte Uniform mit Lederhosen, ging wirklich hoch hinaus und unterstrich einmal mehr, warum man zu den besten Männerballetts in ganz NRW gehört! Was für eine Show!

Die Blau-Weiße Nacht musste man einfach feiern! Und das taten alle Aktiven nach dem Programm beim großen Finale auch auf der Bühne. Anschließend ging es mitten unter die Narren und die große Party konnte steigen. Auch wenn Attelns Narren in diesem Jahr nicht von dieser Welt sind – ihre 32. Blau-Weiße Nacht und die Party danach waren definitiv weltklasse!

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